Bank of America stellt 1.000 externe Kräfte zur Behebung von KI-aufgedeckten Schwachstellen ein

20 Oktober 2026
Nachrichten
Bank of America stellt 1.000 externe Kräfte zur Behebung von KI-aufgedeckten Schwachstellen ein

Bank of America hat rund 1.000 externe Kräfte eingestellt, um Schwachstellen in Software zu beheben, die von fortschrittlichen KI-Modellen wie Mythos von Anthropic aufgedeckt wurden. CEO Brian Moynihan machte diese Angaben in einem Fernsehinterview.

Moynihan zufolge begann die Bank bereits Anfang 2026 mit den Arbeiten. Sie umfassten sowohl den internen Code als auch Software von Zulieferern. Die im zweiten Quartal 2026 hinzugekommenen Kräfte verstärkten ein Team, in dem bereits rund 3.000 Mitarbeitende tätig waren.

Die Kosten der Fehlerbehebung

Moynihan erklärte gegenüber Analysten, die Bank habe im dritten Quartal mehr als 200 Millionen USD für die Behebung von Softwareproblemen und für regulatorische Fragen im Zusammenhang mit der Geldwäschebekämpfung ausgegeben. Die Ausgaben für die Einhaltung der Vorschriften folgten auf kürzlich verhängte Strafen des US-Finanzministeriums wegen Mängeln in diesem Bereich.

Damit legte erstmals eines der großen US-Unternehmen öffentlich Zahlen zum Personal- und Kostenaufwand für den Schutz von Systemen vor fortschrittlichen KI-Modellen vor. Moynihan bezeichnete das Risiko als real. Banken hätten rasch klären müssen, wie sie auf Schwachstellen reagieren, die von Modellen der neuesten Generation erkannt werden.

Der CEO betonte, die Bank müsse diesen Risiken voraus sein. Zugleich müsse sie berücksichtigen, dass die Unternehmen, die die Software entwickeln, auch Dienstleistungen an die Bank verkaufen. Den Anstieg der Ausgaben bezeichnete er als vorübergehend. Sobald die Systeme korrigiert sind, dürfte der Bedarf an weiteren Änderungen sinken und die Kosten dürften mit der Zeit zurückgehen.

KI bringt Kosten und Einsparungen

Gleichzeitig hilft KI der Bank, in anderen Bereichen Kosten zu senken. Bank of America betreibt rund 130 interne KI-Projekte. Moynihan zufolge sollen die Einsparungen daraus von 300 Millionen USD im Jahr 2026 auf 700 Millionen USD im Jahr 2027 steigen.

Die Zahl der Beschäftigten sank im vergangenen Jahr um rund 3.400. Die Zahl der Führungskräfte ging um etwa 5% zurück. Es ist jedoch unklar, welcher Anteil dieser Veränderungen auf KI zurückzuführen ist.

Der Fall zeigt die zwei Seiten des KI-Einsatzes im Bankwesen. Modelle, die die Produktivität steigern können, sind auch in der Lage, jahrealte Softwarelücken zu finden und auszunutzen. Für Institute mit umfangreichen Altsystemen und vielen externen Anbietern entstehen dadurch erhebliche Sicherheitskosten. Bei Bank of America stehen die Ausgaben für die Fehlerbehebung derzeit den erwarteten Einsparungen durch KI-Projekte gegenüber.

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