Die Engine-Plattform von Starling Bank geht eine Partnerschaft mit der SBS Bank ein
Die Starling Group hat einen Zehnjahresvertrag mit der neuseeländischen SBS Bank über die Implementierung ihrer Kernbankplattform Engine unterzeichnet.
Der Vertrag wurde im Februar 2026 bekannt gegeben und ist die vierte Implementierung der Starling-Software im Ausland und die erste in Neuseeland. Im Rahmen der Vereinbarung wird die SBS Bank ihre Kernbankensysteme auf Engine migrieren – eine cloud-native SaaS-Plattform.
Die Transaktion erweitert die Präsenz von Starling im asiatisch-pazifischen Raum nach einer früheren Partnerschaft mit der australischen AMP Bank GO.
Laut Reuters ist der Vertrag mit der SBS Bank ein weiterer Schritt zum Aufbau einer internationalen Kundenbasis für Engine. Seit der Ausgliederung der Plattform als eigenständiges Tochterunternehmen im Jahr 2022 entwickelt Starling konsequent das Lizenzmodell weiter. Engine wird derzeit bei Salt Bank in Rumänien, AMP Bank GO in Australien und Tangerine in Kanada implementiert – wobei der im November 2025 bekannt gegebene Vertrag mit Tangerine zu diesem Zeitpunkt der größte in der Geschichte der Plattform war. Die SBS Bank ist die vierte Institution außerhalb Großbritanniens, die sich für die Implementierung dieser Lösung entschieden hat.
Die Lizenzierungsstrategie von Engine spiegelt den Kurswechsel von Starling wider – weg von der direkten Expansion des Privatkundengeschäfts im Ausland hin zur Bereitstellung von Technologie für regulierte Finanzinstitute. Das Unternehmen hat seine Pläne, 2022 eine Banklizenz in der EU zu erwerben, aufgegeben und sich stattdessen für ein Modell entschieden, bei dem seine Technologie von lokalen Banken implementiert werden kann, ohne dass Engine über eine eigene Lizenz in der jeweiligen Gerichtsbarkeit verfügen muss.
Der Vertrag mit Neuseeland fügt sich auch in eine umfassendere geografische Logik ein. Starling hatte zuvor Interesse an Märkten bekundet, die sich durch eine hohe Mobilfunkakzeptanz, eine gut entwickelte Infrastruktur für Sofortzahlungen und einen bedeutenden Anteil von Karten am bargeldlosen Zahlungsverkehr auszeichnen. Parallel dazu gründete das Unternehmen eine Tochtergesellschaft in den USA und investierte in ein Büro in New York, wobei es seine Ambitionen bekundete, mittelgroße Banken und Kreditgenossenschaften in Nordamerika zu gewinnen. Bislang wurde jedoch noch kein Kunde aus den Vereinigten Staaten bekannt gegeben.
Die zehnjährige Laufzeit des Vertrags mit der SBS Bank spiegelt die Struktur früherer Verträge von Engine wider und deutet auf ein langfristiges Implementierungs- und Supportmodell hin. Programme zum Austausch von Kernbankensystemen umfassen in der Regel mehrjährige Migrationen und eine tiefgreifende Integration in die operative Infrastruktur der Bank. Beide Institutionen bekräftigen, sich weiterhin auf die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden in einem sich dynamisch verändernden Marktumfeld zu konzentrieren und gleichzeitig die vollständige Einhaltung der Vorschriften und Branchenanforderungen zu gewährleisten.
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