Mastercard startet Mastercard Gateway in Syrien
Mastercard hat Mastercard Gateway in Syrien gestartet. Die Plattform soll Banken, Unternehmen und Finanzinstituten ermöglichen, digitale Zahlungen im stationären Handel und im E-Commerce abzuwickeln.
Der Dienst ist über Merchant Cloud verfügbar, die einheitliche Zahlungsplattform von Mastercard. Zu den angebotenen Funktionen gehören Lösungen für Agentic Commerce, Betrugsschutz, Tokenisierung, Datenauswertungen und ein gehosteter Checkout.
Zahlungsabwicklung im Geschäft und online über lokale Banken
Mastercard Gateway verbindet die Zahlungstechnologie von Mastercard mit der lokalen Infrastruktur. Dadurch können Transaktionen in Geschäften und online abgewickelt werden. Syrische Banken können über die Plattform die Kartenakzeptanz schneller auf weitere Händler ausweiten, von großen Handelsunternehmen bis zu kleinen und mittleren Betrieben.
Gaurang Shah, Executive Vice President für Global Acceptance and Merchant Solutions bei Mastercard, erklärte, das Gateway biete Händlern im Land einen einfachen und sicheren Zugang zu digitalen Zahlungen.
Mastercard erwartet, dass Händler mit dem Start mehr Kunden erreichen, ihr Geschäft auf den E-Commerce ausweiten und ihre Abhängigkeit von Bargeld verringern können. Die Plattform könnte auch internationalen Online-Unternehmen den Eintritt in den syrischen Markt erleichtern.
Syriens Rückkehr zu internationalen Kartennetzwerken
Der Start ist ein weiterer Schritt, um Syrien wieder an globale Zahlungsnetzwerke anzubinden. Im September 2025 unterzeichnete die Zentralbank Syriens eine Absichtserklärung mit Mastercard zur Zusammenarbeit beim Ausbau des digitalen Zahlungssystems des Landes. Im Mai 2026 erlaubte die Zentralbank lokalen Banken, mit internationalen Kartenorganisationen zusammenzuarbeiten.
Im August 2026 wickelten Mastercard und die QNB Group die erste internationale Kartenzahlung in Syrien seit mehr als 15 Jahren ab. Dies geschah kurz nachdem die USA Syrien von ihrer Liste der Terrorismus unterstützenden Staaten gestrichen hatten.
Adam Jones, Division President für Westarabien bei Mastercard, sagte, die Wiederanbindung Syriens an das internationale Zahlungsökosystem sei für die wirtschaftliche Erholung des Landes wichtig. Sie könne außerdem Menschen und Unternehmen eine stärkere Teilnahme an der Weltwirtschaft ermöglichen.
Mastercard will nach eigenen Angaben die Zusammenarbeit mit Partnern in Syrien fortsetzen. Das Unternehmen sieht Gateway als einen Schritt hin zu einer breiteren Zahlungsakzeptanz im Handel, mehr finanzieller Inklusion und Wachstum für kleine und mittlere Unternehmen.
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