Payward übernimmt Saldo Finance und baut Bankgeschäft in Europa aus

15 Oktober 2026
Nachrichten
Payward übernimmt Saldo Finance und baut Bankgeschäft in Europa aus

Payward, das US-amerikanische Finanzinfrastrukturunternehmen hinter Kraken, hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Saldo Finance Oy unterzeichnet. Die finnische Holdinggesellschaft besitzt Saldo Bank UAB, eine spezialisierte Digitalbank mit Lizenz der Europäischen Zentralbank und Aufsicht durch die Bank of Lithuania.

Saldo Bank verfügt über Passporting-Rechte in fünf europäischen Märkten. Der Abschluss der Transaktion wird für 2027 erwartet und steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und üblicher Abschlussbedingungen.

Übernahme unterstützt den Ausbau von Payward Banking

Die Transaktion ist Teil des Ausbaus von Payward Banking, einer der vier Säulen der Payward-Plattform neben Trading, Asset Management und Services. Payward Banking hat bereits Kredite im Volumen von mehr als 2 Mrd. USD vergeben.

Das Unternehmen verfügt außerdem über ein Limited-Purpose Master Account bei der Federal Reserve in den USA und eine E-Geld-Lizenz der Central Bank of Ireland. Zusammen mit der Banklizenz von Saldo Bank soll diese Infrastruktur die regulierten Banking-Fähigkeiten von Payward in Europa erweitern.

Payward plant Einlagen, Kredite und Banking-as-a-Service

Vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen will Payward Banking die Lizenz von Saldo Bank nutzen, um europäischen Kunden verzinste Einlagen, Kreditprodukte und Banking-as-a-Service anzubieten. Dazu können Passporting, Kartenausgabe und SME Lending gehören.

Arjun Sethi, Co-CEO von Payward, erklärte, dass Payward Banking Lizenz für Lizenz und Markt für Markt aufgebaut worden sei. Eine regulierte EU-Bank ermögliche es dem Unternehmen, europäische Kunden als primäres Finanzinstitut zu bedienen, bei dem Vermögenswerte gehalten, bewegt und eingesetzt werden können.

Sethi erklärte außerdem, dass die EU der Ausgangspunkt für ein Bankgeschäft mit globalen Ambitionen sein soll.

Saldo Bank ist in fünf europäischen Märkten aktiv

Saldo Bank bedient Kunden in Litauen, Finnland, Schweden und Deutschland und verfügt über einen Passport für die Niederlande. Retail-Termineinlagen werden in allen Märkten angeboten.

Verbraucherkredite sind in Litauen, Finnland und Schweden verfügbar, während besicherte und unbesicherte SME-Kredite in Litauen und Finnland angeboten werden. Die Kreditkarte der Bank ist bereits in Finnland verfügbar und soll 2027 in Schweden eingeführt werden.

Saldo Bank verfügt außerdem über vollständigen Zugang zu SEPA-Zahlungen und bietet Embedded Lending für Fintech-Unternehmen in Finnland und Deutschland. Die Bank beschäftigt mehr als 90 Mitarbeiter.

Kombinierte Infrastruktur erweitert Banking-, Payment- und Lending-Angebot

Jarkko Mäensivu, President von Saldo Bank, erklärte, dass Payward über Jahre hinweg regulierte Infrastruktur in den USA und Europa aufgebaut habe. Die Infrastruktur von Saldo Bank sei für den europaweiten Betrieb entwickelt worden und umfasse auch Embedded Services für andere Fintech-Unternehmen.

Die Kombination dieser Fähigkeiten mit der Präsenz von Saldo Bank in fünf Märkten soll laut Mäensivu mehr Kunden Zugang zu Banking, Payments und Lending über eine gemeinsame Plattform ermöglichen.

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